Kobudo
Kobudo ist die Bezeichnung für das ursprünglich auf Okinawa (Japan) entwickelte Waffensystem, das zur Selbstverteidigung diente. Der Begriff Kobudo ist jünger und ersetzte den alten Ursprungsbegriff Kobujutsu. Kobudo bedeutet "Kleiner/ Alter Weg des Kriegers".
Als 16jähriger konnte Claudio Gereon bei einem Freund aus Malaysien lernen mit diversen Kobudo Waffen zu arbeiten. 2009 machte er sich auf die Suche nach neuen "Ufern" und wurde bei Marko Marffy fündig. Er lernt das Matayoshi Kobudo Kodokan, dass einer der bedeutendsten Kobudo Stile weltweit ist. Im Jahre 1916 war es Shinko Matayoshi, der zusammen mit Gichin Funakoshi nach Kyoto geschickt wurde, um dort ein erstes Mal die okinawanischen Kampfkünste Karate und Kobudo auf dem japanischen Festland vor der kaiserlichen Nippon Dai Butoku Kai zu demonstrieren. Bis dahin war Karate wie auch Kobudo ausserhalb Okinawas unbekannt. Im Gegensatz zum Karate wird im Kobudo mit Waffen geübt, welche ursprünglich den okinawanischen Bauern und Fischern als einfache Arbeitswerkzeuge dienten. Vor hunderten von Jahren entwickelten diese effiziente Kampftechniken, weil ihnen das tragen von Schwertern verboten war, und sie sich dennoch gegen Wegelagerer und Piraten verteidigen mussten.
So übt man bis heute den Umgang mit Bo (Langstock), Sai (Gabeln), Tunkua (auch Tonfa oder Tuifa, Kurbel für Mühlstein), Nunchaku (Saumzeug für Ochsen oder Dreschwerkzeug), Eku (Paddel) und vielen weiteren Waffen.Das Maru Dojo Bern ist das einzige vom Matayoshi Kobudo Kodokan anerkannte Dojo in Europa. Dessen Instruktor Marko Marffy ist direkter Schüler der Matayoshi Linie, und er wie auch seine Assistenten stehen in engem Kontakt mit der Familie Matayoshi und dessen Chefinstruktor Itokazu Seisho. Dank diesem Umstand kann die Originalität dieser weit entwickelten Kampfkunst auch in der Schweiz bewahrt werden.





